<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Technische-Standards on Dr. Christian Knebel</title><link>https://dr-christian-knebel.de/tags/technische-standards/</link><description>Recent content in Technische-Standards on Dr. Christian Knebel</description><generator>Hugo -- gohugo.io</generator><language>de-de</language><lastBuildDate>Sun, 30 Sep 2018 20:00:00 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://dr-christian-knebel.de/tags/technische-standards/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>Herbststart. Was das letzte OZG-Quartal 2018 entscheiden muss. – September 2018 im E-Government-Rückblick.</title><link>https://dr-christian-knebel.de/posts/2018-09-monatsrueckblick/</link><pubDate>Sun, 30 Sep 2018 20:00:00 +0200</pubDate><guid>https://dr-christian-knebel.de/posts/2018-09-monatsrueckblick/</guid><description>&lt;p&gt;September 2018. Der politische Betrieb nimmt wieder Fahrt auf. Was das vierte Quartal bringen muss, ist nicht mehr Struktur, sondern Klarheit: Welche Dienste gehen 2018 noch in Produktion? Was sind die verbindlichen technischen Standards? Und wann startet
&lt;a href="https://www.fitko.de/"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
FITKO
&lt;/a&gt;?&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-der-it-planungsrat-im-herbst-entscheiden-muss"&gt;Was der
&lt;a href="https://www.it-planungsrat.de/"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
IT-Planungsrat
&lt;/a&gt; im Herbst entscheiden muss&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der IT-Planungsrat tagt im Herbst. Was auf der Agenda stehen muss: technische Mindestanforderungen für EfA-Dienste. Was bisher fehlt, sind verbindliche Schnittstellenstandards, die alle Federführungsländer einhalten müssen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was der IT-Planungsrat in seiner Herbstsitzung beschließen sollte: ein Minimalset an technischen Anforderungen, das für alle EfA-Dienste gilt. Keine Megastandards, die niemand in der kurzen Restlaufzeit noch umsetzen kann, sondern handhabbare Anforderungen an Schnittstellen, Datenaustausch und Dokumentation.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was passiert, wenn dieser Beschluss ausbleibt: 2019 und 2020 werden Nachnutzungsprojekte daran scheitern, dass die Dienste technisch nicht integrierbar sind. Das ist vermeidbar.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="wo-die-fitko-gründungsplanung-steht"&gt;Wo die FITKO-Gründungsplanung steht&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;FITKO soll am 1. Januar 2020 operativ starten. Das sind sechzehn Monate. Was in dieser Zeit erledigt werden muss: Staatsvertrag aushandeln und ratifizieren, Struktur und Aufgaben der neuen Institution definieren, Personal gewinnen, Standort klären.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was erfahrungsgemäß bei Institutionsgründungen in Bund-Länder-Konstellationen passiert: Der Staatsvertrag dauert länger als geplant. Die Personalgewinnung beginnt später als geplant. Der Aufbau der operativen Kapazität braucht nach dem Start weitere sechs bis zwölf Monate.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was das für die OZG-Praxis bedeutet: FITKO wird 2020 nicht sofort alles lösen, was bisher nicht koordiniert wurde. Was der Herbst 2018 leisten muss: alle Grundlagen schaffen, damit FITKO am 1. Januar 2020 tatsächlich und nicht nur formal starten kann.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-die-erste-ozg-jahresbilanz-zeigen-wird"&gt;Was die erste OZG-Jahresbilanz zeigen wird&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ende 2018 ist das erste OZG-Jahr vorbei. Was die Bilanz zeigen wird: Die Strukturphase ist abgeschlossen. Das ist mehr als eine Kleinigkeit. In einem föderalen System mit 16 Ländern, einer kommunalen Ebene und einem Bund eine gemeinsame Umsetzungsarchitektur zu beschließen, ist politisch und organisatorisch anspruchsvoll.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die Bilanz auch zeigen wird: die ersten Dienste sind noch nicht in der Breite da. Das war auch nicht das Ziel von Jahr eins. Das Ziel von Jahr zwei muss sein, erste vollständige Nachnutzungszyklen nachzuweisen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was das für die Planung 2019 bedeutet: Nicht wieder ein Jahr Strukturdebatte. Jede neue Gremienrunde, jeder neue Abstimmungsprozess, der nicht direkt auf Lieferung einzahlt, ist Energieverschwendung. Was 2019 gebraucht wird, ist Umsetzungsfokus.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="hat-sie-das-thema-interessiert"&gt;Hat Sie das Thema interessiert?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn Sie die Herbstplanung für Ihr OZG-Projekt aufsetzen wollen: Nutzen Sie das Kontaktformular unten.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>OZG-Entwicklung läuft. Wo die ersten Probleme sichtbar werden. – Juli 2018 im E-Government-Rückblick.</title><link>https://dr-christian-knebel.de/posts/2018-07-monatsrueckblick/</link><pubDate>Tue, 31 Jul 2018 20:00:00 +0200</pubDate><guid>https://dr-christian-knebel.de/posts/2018-07-monatsrueckblick/</guid><description>&lt;p&gt;Sommer 2018. Die OZG-Entwicklung ist seit dem Frühjahr in mehreren Themenfeldern angelaufen. Was im Juli sichtbar wird, ist ein charakteristisches Muster früher föderaler IT-Programme: lokale Fortschritte, aber noch keine gemeinsame Richtung.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-die-ersten-entwicklungserfahrungen-zeigen"&gt;Was die ersten Entwicklungserfahrungen zeigen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Federführungsländer, die früh gestartet sind, haben erste Erkenntnisse. Was sie teilen: Die Komplexität der Aufgabe ist höher als in der Konzeptionsphase erwartet. Fachverfahren, die digitalisiert werden sollen, haben mehr Schnittstellen zu anderen Systemen als bekannt war. Nutzertests zeigen, dass viele Prozesse aus der Perspektive der Sachbearbeitenden gestaltet sind, nicht aus der Perspektive der Antragstellenden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das sind keine Fehler, das sind Lerneffekte. Was daraus gemacht wird, ist die entscheidende Frage. Wer diese Erkenntnisse im nächsten Themenfeld einsetzt, spart Entwicklungszeit. Wer sie für sich behält, lässt andere das Gleiche entdecken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ein zentrales Wissensmanagement für das OZG-Programm leisten würde: Die Lernerfahrungen der Federführungsländer systematisch zu erfassen und für alle zugänglich zu machen. Das ist keine große organisatorische Aufgabe, aber eine, die bisher niemand explizit übernommen hat.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-technische-heterogenität-kostet"&gt;Was technische Heterogenität kostet&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Was sich im Sommer 2018 abzeichnet: Verschiedene Länder wählen verschiedene technische Ansätze für ähnliche Aufgaben. Das ist in einem föderalen System nicht ungewöhnlich, aber für das OZG-Modell ein Problem.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;EfA bedeutet Nachnutzung. Nachnutzung bedeutet, dass ein in Land A entwickelter Dienst in Land B integriert werden kann. Was das technisch erfordert: kompatible Architekturen, standardisierte Schnittstellen, gemeinsame Datenfeldvokabulare.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was passiert, wenn das nicht koordiniert wird: jedes Land entwickelt seine eigene Lösung, und am Ende stehen 35 Inseldienste, die niemand nachnutzen kann. Das wäre das genaue Gegenteil des EfA-Modells.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was der
&lt;a href="https://www.it-planungsrat.de/"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
IT-Planungsrat
&lt;/a&gt; jetzt tun muss: Schnittstellenstandards beschließen, bevor zu viel entwickelt ist. Je später dieser Beschluss kommt, desto teurer wird die Anpassungsarbeit.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-fertig-für-einen-ozg-dienst-bedeutet"&gt;Was &amp;ldquo;fertig&amp;rdquo; für einen OZG-Dienst bedeutet&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Eine Frage, die in den ersten Entwicklungsprojekten auftaucht: Wann ist ein Dienst fertig? Die offensichtliche Antwort ist: wenn er produktiv ist. Aber was bedeutet &amp;ldquo;produktiv&amp;rdquo;?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Dienst, der im Piloten in zwei Kommunen läuft, ist nicht dasselbe wie ein Dienst, der flächendeckend in allen Kommunen eines Landes genutzt werden kann. Ein Dienst, der technisch funktioniert, aber noch keine Barrierefreiheit nachgewiesen hat, ist nicht vollständig abgenommen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was fehlt, ist eine bundesweit gültige Definition von &amp;ldquo;fertig&amp;rdquo;, die als Abnahmekriterium für EfA-Dienste dient. Diese Definition sollte Produktivbetrieb, Nachnutzbarkeit, Barrierefreiheit, Datenschutzkonformität und Dokumentationsqualität umfassen. Wer sie jetzt definiert, spart später Diskussionen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="hat-sie-das-thema-interessiert"&gt;Hat Sie das Thema interessiert?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn Sie die Qualitätsanforderungen für EfA-Dienste in Ihre Projektplanung einbauen wollen: Ich freue mich über eine Nachricht über das Kontaktformular unten.&lt;/p&gt;</description></item></channel></rss>