<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Kritische-Infrastruktur on Dr. Christian Knebel</title><link>https://dr-christian-knebel.de/tags/kritische-infrastruktur/</link><description>Recent content in Kritische-Infrastruktur on Dr. Christian Knebel</description><generator>Hugo -- gohugo.io</generator><language>de-de</language><lastBuildDate>Wed, 31 May 2017 20:00:00 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://dr-christian-knebel.de/tags/kritische-infrastruktur/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>WannaCry. Was der Ransomware-Angriff über öffentliche IT-Sicherheit sagt. – Mai 2017 im E-Government-Rückblick.</title><link>https://dr-christian-knebel.de/posts/2017-05-monatsrueckblick/</link><pubDate>Wed, 31 May 2017 20:00:00 +0200</pubDate><guid>https://dr-christian-knebel.de/posts/2017-05-monatsrueckblick/</guid><description>&lt;p&gt;Am 12. Mai 2017 verbreitet sich
&lt;a href="https://www.bsi.bund.de/DE/Themen/Unternehmen-und-Organisationen/Informationen-und-Empfehlungen/Empfehlungen-nach-Angriffsarten/Ransomware/ransomware_node.html"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
WannaCry
&lt;/a&gt; weltweit. Die Ransomware trifft den britischen National Health Service, die Deutsche Bahn, Telekommunikationsunternehmen, Logistikkonzerne und Hunderttausende weitere Systeme in über 150 Ländern. Was sie ausnutzt: eine Windows-Sicherheitslücke, für die ein Patch bereits seit März verfügbar war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die öffentliche IT ist das keine abstrakte Bedrohung. Es ist ein Realtest.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-wannacry-über-öffentliche-it-infrastrukturen-sagt"&gt;Was WannaCry über öffentliche IT-Infrastrukturen sagt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;WannaCry schlägt wo ein, wo Systeme nicht gepatcht sind. Was das über öffentliche IT-Infrastrukturen zeigt: Patch-Management ist eine Schwachstelle. Systeme, die lange im Betrieb sind, werden selten konsequent aktualisiert. Die Gründe sind bekannt: fehlende Ressourcen, Angst vor Kompatibilitätsproblemen, mangelnde Priorisierung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die Deutsche Bahn trifft, betrifft auch Behörden. Was die
&lt;a href="https://www.bsi.bund.de/"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
BSI
&lt;/a&gt;-Berichte nach WannaCry zeigen: Öffentliche Verwaltungen waren ebenfalls betroffen, wenn auch in vielen Fällen weniger sichtbar als die großen Infrastrukturbetreiber.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was das für die OZG-Digitalisierung bedeutet: Wer jetzt digitale Dienste aufbaut, baut sie auf einer IT-Infrastruktur, die zum Teil aus ungepatchten Legacy-Systemen besteht. Das ist ein Sicherheitsrisiko, das nicht ignoriert werden darf.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-sicherheit-für-digitale-verwaltungsdienste-erfordert"&gt;Was Sicherheit für digitale Verwaltungsdienste erfordert&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Ein digitaler Verwaltungsdienst ist angreifbar. Was ihn angreifbar macht: Softwarefehler, ungepatchte Systeme, schwache Authentifizierung, unsichere Schnittstellen. Was WannaCry zeigt: Sicherheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was das für OZG-Dienste erfordert: Security by Design als Entwicklungsprinzip, analog zu Privacy by Design. Sicherheit wird nicht am Ende eingebaut, sondern von Anfang an mitgedacht. Was das konkret bedeutet: Bedrohungsmodellierung in der Konzeptionsphase, regelmäßige Sicherheitsprüfungen während der Entwicklung, und einen Betriebsplan, der Patch-Management und Incident Response umfasst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ein Dienst, der produktiv geht, aber kein Patch-Management-Konzept hat, ist ein Sicherheitsrisiko.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-das-bsi-in-dieser-situation-leisten-muss"&gt;Was das BSI in dieser Situation leisten muss&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das BSI ist die Bundesbehörde für IT-Sicherheit. Was WannaCry von ihr fordert: nicht nur Warnungen, sondern konkrete Unterstützung für Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen bei der Härtung ihrer Systeme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was langfristig nötig ist: eine strukturiertere Verbindung zwischen BSI-Empfehlungen und OZG-Anforderungen. Wenn EfA-Dienste entwickelt werden, sollte die Sicherheitsarchitektur nach BSI-Standards geprüft sein, bevor sie zur Nachnutzung freigegeben wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist keine neue Idee. Was fehlt, ist die strukturelle Verankerung dieser Anforderung im OZG-Umsetzungsrahmen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="hat-sie-das-thema-interessiert"&gt;Hat Sie das Thema interessiert?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn Sie IT-Sicherheitsanforderungen in Ihre Digitalisierungsprojekte integrieren wollen: Ich bin über das Kontaktformular unten erreichbar.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>NIS-Richtlinie in Kraft. Was IT-Sicherheit für Verwaltung bedeutet. – Juli 2016 im E-Government-Rückblick.</title><link>https://dr-christian-knebel.de/posts/2016-07-monatsrueckblick/</link><pubDate>Sun, 31 Jul 2016 20:00:00 +0200</pubDate><guid>https://dr-christian-knebel.de/posts/2016-07-monatsrueckblick/</guid><description>&lt;p&gt;Am 6. Juli 2016 tritt die EU-Richtlinie zur Netz- und Informationssicherheit (NIS) in Kraft. Was sie bedeutet: Erstmals gibt es EU-weit verbindliche Anforderungen an die IT-Sicherheit für kritische Infrastrukturen und wesentliche digitale Dienste. Deutschland hat zwei Jahre Zeit, sie in nationales Recht umzusetzen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-die-nis-richtlinie-für-öffentliche-verwaltungen-bedeutet"&gt;Was die
&lt;a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32016L1148"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
NIS-Richtlinie
&lt;/a&gt; für öffentliche Verwaltungen bedeutet&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die NIS-Richtlinie adressiert primär Betreiber kritischer Infrastrukturen und Anbieter digitaler Dienste. Was öffentliche Verwaltungen betrifft: Sie sind sowohl Nutzer von IT-Infrastrukturen als auch, in manchen Fällen, Betreiber kritischer Systeme.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was das in der Praxis bedeutet: Behörden, die Infrastrukturen für Gesundheitsversorgung, Wasserversorgung, Transport oder Energie verwalten, sind direkt von der NIS-Richtlinie betroffen. Was für alle anderen gilt: Die NIS-Richtlinie hebt den allgemeinen IT-Sicherheitsstandard, an dem Behörden gemessen werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die Verbindung zur Verwaltungsdigitalisierung ist: Wer digitale Dienste entwickelt und betreibt, entwickelt und betreibt auch angreifbare Systeme. Was die NIS-Richtlinie erzwingt: Security muss in den Betrieb digitaler Dienste eingebaut sein, nicht als nachträgliche Sicherheitsschicht.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-das-bsi-in-diesem-rahmen-leistet"&gt;Was das
&lt;a href="https://www.bsi.bund.de/"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
BSI
&lt;/a&gt; in diesem Rahmen leistet&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist die deutsche Fachbehörde für IT-Sicherheit. Was der
&lt;a href="https://www.bsi.bund.de/grundschutz"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
IT-Grundschutz
&lt;/a&gt; des BSI leistet: eine praxisnahe Methodik für die Umsetzung von IT-Sicherheitsanforderungen in Behörden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was viele Behörden mit dem IT-Grundschutz machen: ihn als Compliance-Instrument behandeln, das man einmalig durchläuft und dann zum Ruhen bringt. Was ihn wirkungsvoll macht: kontinuierliche Anwendung, regelmäßige Aktualisierung, und Verknüpfung mit dem laufenden IT-Betrieb.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was für OZG-Dienste relevant ist: Die BSI-Anforderungen sollten als Abnahmekriterium in die EfA-Dienst-Entwicklung eingebaut werden. Ein Dienst, der die IT-Grundschutz-Anforderungen nicht erfüllt, sollte nicht zur Nachnutzung freigegeben werden. Was das erfordert: BSI-Konformität als explizite Anforderung in der OZG-Entwicklungsplanung, die noch aussteht.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-it-sicherheit-mit-bürgerinnenvertrauen-zu-tun-hat"&gt;Was IT-Sicherheit mit Bürger:innenvertrauen zu tun hat&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Was häufig vergessen wird: IT-Sicherheit ist nicht nur ein technisches Problem. Sie ist ein Vertrauensproblem. Bürger:innen, die digitale Verwaltungsdienste nutzen, übergeben persönliche Daten. Was sie dafür erwarten: dass diese Daten nicht in falsche Hände geraten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was ein Sicherheitsvorfall bei einem Verwaltungsdienst anrichtet: nicht nur operativen Schaden, sondern Vertrauensverlust in die digitale Verwaltung insgesamt. Ein Datenleck bei einem OZG-Dienst kann die Bereitschaft der Bürger:innen, andere Dienste zu nutzen, nachhaltig beschädigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was das für die Entwicklungsprioritäten bedeutet: Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit sind keine Nachrangthemen. Sie sind Kernqualitäten eines digitalen Verwaltungsdienstes.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="hat-sie-das-thema-interessiert"&gt;Hat Sie das Thema interessiert?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn Sie IT-Sicherheitsanforderungen in Ihre Digitalisierungsprojekte strukturiert einbauen wollen: Das Kontaktformular unten ist der direkteste Weg zu mir.&lt;/p&gt;</description></item></channel></rss>