<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Kapazitaet on Dr. Christian Knebel</title><link>https://dr-christian-knebel.de/tags/kapazitaet/</link><description>Recent content in Kapazitaet on Dr. Christian Knebel</description><generator>Hugo -- gohugo.io</generator><language>de-de</language><lastBuildDate>Fri, 31 Aug 2018 20:00:00 +0200</lastBuildDate><atom:link href="https://dr-christian-knebel.de/tags/kapazitaet/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>Sommerpause 2018. Was die ersten OZG-Monate hinterlassen. – August 2018 im E-Government-Rückblick.</title><link>https://dr-christian-knebel.de/posts/2018-08-monatsrueckblick/</link><pubDate>Fri, 31 Aug 2018 20:00:00 +0200</pubDate><guid>https://dr-christian-knebel.de/posts/2018-08-monatsrueckblick/</guid><description>&lt;p&gt;August 2018. Der politische Betrieb verlangsamt sich. Was das OZG-Programm in acht Monaten hinterlassen hat, ist eine Struktur, die steht, eine Entwicklung, die läuft, und drei strukturelle Defizite, die im Herbst adressiert werden müssen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="erstes-defizit-technische-standards-kommen-zu-spät"&gt;Erstes Defizit: Technische Standards kommen zu spät&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Was sich im Sommer bestätigt: Die technische Heterogenität der EfA-Entwicklung ist ein Risiko. Verschiedene Länder entwickeln mit verschiedenen Technologien und nach verschiedenen Architekturen. Was dabei entstehen kann, sind Dienste, die in ihrem Entstehungsland funktionieren, aber schwer nachnutzbar sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was der
&lt;a href="https://www.it-planungsrat.de/"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
IT-Planungsrat
&lt;/a&gt; im Herbst tun muss: verbindliche Schnittstellenstandards beschließen. Nicht Empfehlungen, sondern Anforderungen. Wer EfA-Dienste entwickelt, die diese Standards nicht erfüllen, entwickelt an der Nachnutzbarkeit vorbei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die technische Standardisierung ist eine politisch unspektakuläre Aufgabe. Sie verdient trotzdem Aufmerksamkeit, weil von ihr abhängt, ob das EfA-Modell in der Breite funktioniert oder nur in Inseln.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="zweites-defizit-kommunen-sind-zu-spät-im-bild"&gt;Zweites Defizit: Kommunen sind zu spät im Bild&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Was kommunale IT-Dienstleister im Sommer 2018 berichten: Sie wissen, dass EfA-Dienste kommen werden. Sie wissen aber nicht wann, welche, mit welchen Anforderungen, und mit welcher Unterstützung. Das macht Kapazitätsplanung unmöglich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was der IT-Planungsrat und die Koordination des OZG-Programms leisten müssen: eine rechtzeitige Kommunikation mit der kommunalen Ebene. Nicht erst, wenn Dienste fertig sind, sondern mindestens sechs bis zwölf Monate vorher. Kommunale IT-Dienstleister, die keine Vorlaufzeit für Integrationsplanung bekommen, werden zu Engpässen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was das erfordert: eine laufende Roadmap der EfA-Dienste, die für kommunale Planungszwecke zugänglich ist. Diese Roadmap muss aktuell gehalten werden und realistische Zeitangaben enthalten.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="drittes-defizit-nutzerperspektive-fehlt-in-der-entwicklung"&gt;Drittes Defizit: Nutzerperspektive fehlt in der Entwicklung&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Was Nutzertests der ersten entwickelten Dienste zeigen: Viele Antragsprozesse sind aus der Verwaltungslogik heraus konzipiert, nicht aus der Bürger:innen-Perspektive. Felder, die für Sachbearbeitende selbstverständlich sind, sind für Antragstellende verwirrend. Prozessschritte, die verwaltungsintern notwendig sind, erscheinen nach außen sinnlos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was das kostet: Dienste, die technisch funktionieren, aber kaum genutzt werden. Ein digitaler Dienst, der niemand nutzt, erfüllt das OZG-Ziel nicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die Lösung ist, ist bekannt: nutzerzentrierte Entwicklung, die Bürger:innen von Anfang an in den Entwicklungsprozess einbezieht. Was fehlt, ist die Umsetzung dieses Prinzips als verbindliche Anforderung für alle EfA-Dienste.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="hat-sie-das-thema-interessiert"&gt;Hat Sie das Thema interessiert?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn Sie die drei strukturellen Defizite für Ihr Digitalisierungsprojekt einordnen wollen: Das Kontaktformular unten ist der direkteste Weg zu mir.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Themenfelder zugeordnet. Was jetzt die Entwicklungsphase bestimmt. – April 2018 im E-Government-Rückblick.</title><link>https://dr-christian-knebel.de/posts/2018-04-monatsrueckblick/</link><pubDate>Mon, 30 Apr 2018 20:00:00 +0200</pubDate><guid>https://dr-christian-knebel.de/posts/2018-04-monatsrueckblick/</guid><description>&lt;p&gt;Die Themenfeld-Zuordnungen sind abgeschlossen. 35 Themenfelder, 35 Federführungsländer. Manche Länder haben mehrere Felder übernommen. Die Entwicklungsphase kann beginnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was mit dieser Zuordnung entschieden ist: Wer für welchen Teil des OZG-Programms verantwortlich ist. Was damit noch nicht entschieden ist: Wie schnell die Entwicklung läuft, welche Qualitätsstandards gelten, und wie sichergestellt wird, dass die entwickelten Dienste tatsächlich nachgenutzt werden.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-die-kapazitätsunterschiede-bedeuten"&gt;Was die Kapazitätsunterschiede bedeuten&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Nicht alle Federführungsländer sind gleich aufgestellt. Ein Bundesland mit eigenem IT-Dienstleister, erfahrenen Projektteams und einem etablierten digitalen Verwaltungsrahmen entwickelt schneller als ein kleines Bundesland ohne diese Voraussetzungen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was das für die OZG-Gesamtgeschwindigkeit bedeutet: Sie wird nicht von den schnellsten Ländern bestimmt, sondern von den langsamsten, die für relevante Themenfelder zuständig sind. Ein Themenfeld, das bei einem kapazitätsschwachen Land liegt, kommt später als eines bei einem starken.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die Reaktion darauf sein kann: Themenfelder können neu zugeordnet werden, wenn ein Land überlastet ist. Das ist politisch nicht trivial, weil Länder ihre Federführungen nicht gerne abgeben. Was alternativ möglich ist: gezielte Unterstützung für kapazitätsschwache Länder durch stärkere Partner oder durch die Bundesebene.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wer diese Entscheidung auf den Herbst verschiebt, nimmt in Kauf, dass bestimmte Dienste nicht bis 2022 lieferbar sind.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-efa-in-der-praxis-erfordert"&gt;Was EfA in der Praxis erfordert&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;EfA bedeutet: Einer entwickelt, alle nutzen nach. Was das in der Praxis erfordert, ist mehr als ein Beschluss. Es erfordert erstens, dass der Dienst so entwickelt wird, dass er von anderen Ländern integriert werden kann. Das ist eine technische und organisatorische Anforderung, die in der Entwicklungsplanung von Anfang an berücksichtigt werden muss.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es erfordert zweitens, dass nachnutzende Länder wissen, welcher Dienst für sie relevant ist, und wann er bereit zur Integration ist. Information und Koordination sind Aufgaben, die nicht von selbst entstehen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es erfordert drittens, dass die Nachnutzung aktiv begleitet wird. Ein Dienst, der fertig entwickelt ist, aber nicht integriert wird, liefert keinen Nutzen. Was die Bundeskoordination und
&lt;a href="https://www.fitko.de/"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
FITKO
&lt;/a&gt; hier leisten müssen: Nachnutzungsprojekte aktiv verfolgen.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-die-ersten-entwicklungszyklen-zeigen-werden"&gt;Was die ersten Entwicklungszyklen zeigen werden&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Im zweiten und dritten Quartal 2018 werden die ersten Entwicklungsprojekte in den Themenfeldern sichtbar werden. Was diese ersten Zyklen zeigen werden: ob die gewählten Vorgehensweisen der Länder kompatibel genug sind, um spätere Integration zu ermöglichen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was schon jetzt klar ist: Wenn 35 Federführungsländer 35 unterschiedliche technische Stacks wählen, entstehen 35 Insellösungen, die nachzunutzen schwer und teuer ist. Was die Bundeskoordination jetzt tun kann: technische Referenzarchitektur und Schnittstellenstandards vorgeben, bevor zu viel entwickelt wird.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="hat-sie-das-thema-interessiert"&gt;Hat Sie das Thema interessiert?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn Sie die OZG-Entwicklungsphase für Ihr Themenfeld oder Ihre Nachnutzungsstrategie planen wollen: Eine Nachricht über das Kontaktformular unten genügt.&lt;/p&gt;</description></item></channel></rss>