<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Digitalgipfel on Dr. Christian Knebel</title><link>https://dr-christian-knebel.de/tags/digitalgipfel/</link><description>Recent content in Digitalgipfel on Dr. Christian Knebel</description><generator>Hugo -- gohugo.io</generator><language>de-de</language><lastBuildDate>Wed, 31 Oct 2018 20:00:00 +0100</lastBuildDate><atom:link href="https://dr-christian-knebel.de/tags/digitalgipfel/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>Digitalgipfel Nürnberg. Was der Herbst 2018 für die digitale Verwaltung bringt. – Oktober 2018 im E-Government-Rückblick.</title><link>https://dr-christian-knebel.de/posts/2018-10-monatsrueckblick/</link><pubDate>Wed, 31 Oct 2018 20:00:00 +0100</pubDate><guid>https://dr-christian-knebel.de/posts/2018-10-monatsrueckblick/</guid><description>&lt;p&gt;Der Digitalgipfel der Bundesregierung findet im Oktober in Nürnberg statt. Was er zeigt: Die politische Aufmerksamkeit für Digitalisierung ist hoch. Was er auch zeigt: Die Lücke zwischen politischer Ambition und operativer Umsetzung bleibt eine Konstante.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-der-digitalgipfel-für-die-verwaltungsdigitalisierung-bedeutet"&gt;Was der Digitalgipfel für die Verwaltungsdigitalisierung bedeutet&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Der Digitalgipfel ist kein Beschlussgremium für die Verwaltungsdigitalisierung. Was er leisten kann: Sichtbarkeit für das OZG-Programm erzeugen, politischen Rückenwind für konkrete Entscheidungen schaffen, und den Austausch zwischen Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung fördern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was er nicht leisten kann: die operativen Probleme des OZG-Programms lösen. Technische Standards,
&lt;a href="https://www.fitko.de/"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
FITKO
&lt;/a&gt;-Gründung, kommunale Kapazitäten. Das sind keine Themen für Keynotes, sondern für operative Arbeit in Fachgremien.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die Teilnehmer:innen des Digitalgipfels mitnehmen sollten: Den Unterschied zwischen Digitalisierungsambitionen und Digitalisierungsprogrammen. Ein Programm hat Ziele, Meilensteine, Verantwortlichkeiten und ein Budget. Eine Ambition hat Lippenbekenntnisse. Was Deutschland 2022 braucht, sind nicht mehr Ambitionen, sondern ein schärferes Programm.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-die-ki-strategie-für-die-verwaltung-bedeutet"&gt;Was die KI-Strategie für die Verwaltung bedeutet&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Bundesregierung arbeitet an einer nationalen KI-Strategie, die Ende 2018 verabschiedet werden soll. Was das für die öffentliche Verwaltung bedeutet: KI ist kein abstraktes Zukunftsthema, sondern ein konkretes Werkzeug, das in Verwaltungsprozessen eingesetzt werden kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was KI in der Verwaltung konkret leisten kann: Dokumentenverarbeitung, Antragsklassifizierung, Mustererkennung in großen Datensätzen, automatisierte Standardbescheide. Das sind Anwendungen, die heute technisch möglich sind.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was das für das OZG bedeutet: Wer heute OZG-Dienste entwickelt, die später KI-Komponenten bekommen sollen, muss die Datenarchitektur dafür jetzt vorbereiten. KI braucht Daten in nutzbarer Form. Was jetzt als unstrukturiertes Formular digitalisiert wird, ist morgen kein gutes KI-Training-Fundament.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-das-vierte-quartal-2018-liefern-muss"&gt;Was das vierte Quartal 2018 liefern muss&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die nächsten drei Monate sind entscheidend für das erste OZG-Jahr. Was in dieser Zeit passieren muss: Erstens, dass der
&lt;a href="https://www.it-planungsrat.de/"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
IT-Planungsrat
&lt;/a&gt; technische Mindestanforderungen für EfA-Dienste verabschiedet. Zweitens, dass die FITKO-Gründungsplanung konkrete Meilensteine festlegt. Drittens, dass die Federführungsländer realistische Zeitpläne für ihre ersten Produktivgänge kommunizieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was nicht passieren sollte: dass das vierte Quartal mit Konferenzen und Abschlussberichten verbracht wird, die Fortschritt simulieren, ohne ihn zu liefern.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das erste OZG-Jahr endet mit einer ambivalenten Bilanz. Was zählt: wie das zweite beginnt.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="hat-sie-das-thema-interessiert"&gt;Hat Sie das Thema interessiert?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn Sie den Digitalgipfel-Impuls für Ihre Digitalisierungsstrategie einordnen wollen: Eine Nachricht über das Kontaktformular unten genügt.&lt;/p&gt;</description></item><item><title>Digitalgipfel und E-Government-Praxis. Was zwischen Gipfel und Realität liegt. – Oktober 2016 im E-Government-Rückblick.</title><link>https://dr-christian-knebel.de/posts/2016-10-monatsrueckblick/</link><pubDate>Mon, 31 Oct 2016 20:00:00 +0100</pubDate><guid>https://dr-christian-knebel.de/posts/2016-10-monatsrueckblick/</guid><description>&lt;p&gt;Der Digitalgipfel der Bundesregierung findet im Oktober statt. Was er zeigt: Deutschland ist gut darin, Digitalisierung zu besprechen. Was es schlechter ist: Digitalisierung umzusetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist keine neue Diagnose. Sie ist im Oktober 2016 nicht weniger wahr als in den Jahren davor.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-gipfelkultur-für-die-verwaltungsdigitalisierung-bedeutet"&gt;Was Gipfelkultur für die Verwaltungsdigitalisierung bedeutet&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Digitalgipfel, Kongresse, Konferenzen: Die E-Government-Konferenzlandschaft ist reich. Was sie produziert: Austausch, Netzwerke, Sichtbarkeit für das Thema. Was sie nicht produziert: digitale Dienste.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was zwischen dem Gipfel und einem funktionierenden digitalen Verwaltungsdienst liegt: Planung, Entwicklung, Testing, Deployment, Betrieb. Das sind mühsame, technische, organisatorische Aufgaben, die nicht auf Podien erledigt werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die Konferenzkultur im besten Fall leistet: dass die richtigen Entscheider:innen die richtigen Impulse bekommen, und dass politischer Wille für die operative Umsetzung entsteht. Was sie im schlechtesten Fall leistet: eine Illusion von Aktivität, die die Lücke zwischen Ambition und Realität verdeckt.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-die-e-government-praxis-jenseits-der-konferenzen-braucht"&gt;Was die E-Government-Praxis jenseits der Konferenzen braucht&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Was in der operativen E-Government-Praxis fehlt, ist nicht Aufmerksamkeit. Es ist Kontinuität. Projekte, die begonnen werden und dann durch Personalwechsel, Budget-Neuzuordnungen oder politische Neuausrichtungen stecken bleiben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was das für das Management von Digitalisierungsprojekten bedeutet: Institutionalisierung statt Personenabhängigkeit. Digitalisierungsprojekte, die an einer einzelnen treibenden Person hängen, scheitern, wenn diese Person geht. Was nicht scheitert: Projekte, die in Strukturen eingebettet sind, die das institutionelle Gedächtnis bewahren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was kommunale IT-Dienstleister in diesem Herbst praktisch brauchen: keine Gipfelimpulse, sondern klare Informationen darüber, welche technischen Standards für die nächste Generation föderaler Dienste gelten werden. Was der
&lt;a href="https://www.it-planungsrat.de/"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
IT-Planungsrat
&lt;/a&gt; dafür tun kann: diese Standards veröffentlichen, bevor große Entwicklungsprojekte auf falsche Architekturentscheidungen aufgebaut werden.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="was-das-vorjahr-zum-onlinezugangsgesetz-zeigt"&gt;Was das Vorjahr zum
&lt;a href="https://www.gesetze-im-internet.de/ozg/"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
Onlinezugangsgesetz
&lt;/a&gt; zeigt&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Das Onlinezugangsgesetz, das 2017 verabschiedet werden soll, ist im Oktober 2016 noch in der Vorbereitung. Was die parlamentarische Planung zeigt: Es gibt breiten Konsens über die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes. Was noch aussteht, sind die Detailverhandlungen über Fristsetzung, Finanzierung und föderale Verteilung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was diese Verhandlungen zeigen werden: ob die politische Bereitschaft zur Verbindlichkeit größer ist als die Neigung zu unverbindlichen Absichtserklärungen. Was die Lehre aus dem
&lt;a href="https://www.gesetze-im-internet.de/egovg/"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
EGovG
&lt;/a&gt; ist: Ein Gesetz ohne Frist und ohne Konsequenzen für Nichteinhaltung ist schwach.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was das OZG stärker machen sollte: eine klare Deadline, ein Finanzierungsmechanismus, und eine Koordinationsstruktur, die mit
&lt;a href="https://www.fitko.de/"
target="_blank" rel="noopener noreferrer"
&gt;
FITKO
&lt;/a&gt; zum institutionellen Standard wird.&lt;/p&gt;
&lt;h2 id="hat-sie-das-thema-interessiert"&gt;Hat Sie das Thema interessiert?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wenn Sie die E-Government-Praxis jenseits der Konferenzagenda für Ihr Projekt angehen wollen: Ich freue mich über eine Nachricht über das Kontaktformular unten.&lt;/p&gt;</description></item></channel></rss>