Beratung für eine zukunftsfähige digitale Verwaltung

Ich berate auf beiden Seiten des Tisches: Auftraggeber, die Open Source und digitale Souveränität umsetzen wollen, und Anbieter, die im öffentlichen Markt wachsen wollen.

Meine Perspektive kommt nicht aus der Theorie, sondern aus über 200 Projekten und 16 Jahren als Unternehmer in genau diesem Markt. Ich kenne die Sprache der CIO-Ebene, die Logik des Vergaberechts und die Kultur der Open-Source-Communities gleichermaßen – und berate unabhängig, ohne eigenes Produkt- oder Lizenzinteresse.

Wenn Sie nicht sicher sind, wo Sie hingehören, oder Ihr Thema quer zu diesen fünf Seiten liegt: Schreiben Sie mir einfach, dann sortieren wir das gemeinsam.

Aktuelle Blogbeiträge

Koalition geplatzt. Digitalstrategie beschlossen. – November 2024 im E-Government-Rückblick.

Am 6. November 2024 entlässt Bundeskanzler Olaf Scholz Finanzminister Christian Lindner. Die Ampelkoalition ist Geschichte. Sieben Tage später, am 13. November, tritt der IT-Planungsrat zu seiner 45. Sitzung zusammen und beschließt den ersten Teil der Föderalen Digitalstrategie : eine gemeinsame strategische Ausrichtung für Bund und 16 Länder. Die Koalition endet. Das föderale System arbeitet. Was mit der Ampel geht – und was bleibt Die Netzpolitik-Bilanz der Ampel ist gemischt, und Mischung ist in diesem Fall eine freundliche Formulierung. Kritiker sprechen von einem „Sammelsurium gebrochener Versprechen" . Das OZG 2.0 hat es nach langem Ringen durch den Bundesrat geschafft. Die Registermodernisierung hat erste Schritte gemacht. Das ZenDiS ist operativ. Das sind reale Lieferungen, keine Ankündigungen.

openDesk ist live. Der Sovereign Tech Fund ist Agency. – Oktober 2024 im E-Government-Rückblick.

Vom 15. bis 17. Oktober findet die Smart Country Convention in Berlin statt. Das ZenDiS nutzt die Bühne für den offiziellen Launch von openDesk 1.0 : die Open-Source-Office-Suite für die öffentliche Verwaltung, ab sofort als Enterprise Edition verfügbar, mit zwei Betriebsmodellen und ersten Bundesbehörden als Pilotkunden. Fast gleichzeitig wird der Sovereign Tech Fund zur Sovereign Tech Agency GmbH, einer eigenständigen Bundesgesellschaft unter SPRIND. Zwei Institutionalisierungen in einem Monat. Beide erzählen dieselbe Geschichte: Open Source in der Verwaltung wächst aus der Pilotphase heraus.

Draghi rechnet ab. Schleswig-Holstein liefert. – September 2024 im E-Government-Rückblick.

Am 9. September 2024 veröffentlicht Mario Draghi seinen Bericht zur Zukunft der EU-Wettbewerbsfähigkeit . 400 Seiten, eine Investitionslücke von 800 Milliarden Euro jährlich und ein klares Urteil: Europa ist im Bereich digitaler Technologien von wenigen Lieferanten abhängig und handelt nicht, als wäre das ein Problem. Zur gleichen Zeit gibt Schleswig-Holsteins Digitalminister Dirk Schrödter in einem Brief an alle Landesbediensteten zu, dass die Open-Source-Migration Probleme hatte. Und setzt sie fort.

Vier Millionen BundID-Konten. 80 Millionen Einwohner. – August 2024 im E-Government-Rückblick.

Im Mai 2024 meldet das Bundesministerium des Innern: Die BundID hat vier Millionen Nutzerkonten . Eine Wegmarke, wird betont. Im selben Jahr, in dem das Bundesinnenministerium den OZG-Etat im Haushalt 2024 von 377 Millionen auf 3,3 Millionen Euro zusammenstreicht . Vier Millionen Konten klingt nach Fortschritt. Bei 84 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern ist es rund fünf Prozent. Und das nach Jahren des Aufbaus, Millionen investierter Steuergelder und konsequenter politischer Berichterstattung über das Thema. Der August 2024 ist kein schlechter Zeitpunkt, um zu fragen, warum.

OZG 2.0 in Kraft. VMware kostet das Dreifache. – Juli 2024 im E-Government-Rückblick.

Am 24. Juli 2024 tritt das OZG-Änderungsgesetz in Kraft . Der Bundesrat hatte Ende Juni zugestimmt, nach einem langen Ringen zwischen Bund und Ländern. Das Gesetz war im Winter im Bundesrat hängengeblieben, weil die Länder mehr Einfluss auf die Umsetzungsarchitektur forderten. Ein offener Brief mittelständischer IT-Unternehmer hatte damals auf die Signalwirkung des Gesetzes aufmerksam gemacht. Jetzt ist es da. Gleichzeitig verhandeln CIOs und IT-Verantwortliche in Behörden gerade eine andere Art von Gesetz: die neuen VMware-Lizenzpreise nach der Broadcom-Übernahme. Dreistellige Prozentanstiege, laufende Kosten statt Einmalkauf, gerichtliche Auseinandersetzungen in mehreren Ländern.