Beratung für eine zukunftsfähige digitale Verwaltung

Ich berate auf beiden Seiten des Tisches: Auftraggeber, die Open Source und digitale Souveränität umsetzen wollen, und Anbieter, die im öffentlichen Markt wachsen wollen.

Meine Perspektive kommt nicht aus der Theorie, sondern aus über 200 Projekten und 16 Jahren als Unternehmer in genau diesem Markt. Ich kenne die Sprache der CIO-Ebene, die Logik des Vergaberechts und die Kultur der Open-Source-Communities gleichermaßen – und berate unabhängig, ohne eigenes Produkt- oder Lizenzinteresse.

Wenn Sie nicht sicher sind, wo Sie hingehören, oder Ihr Thema quer zu diesen fünf Seiten liegt: Schreiben Sie mir einfach, dann sortieren wir das gemeinsam.

Aktuelle Blogbeiträge

Erst die Pressemitteilung, dann das Konzept. – September 2025 im E-Government-Rückblick.

September 2025 war ein Monat voller Startschüsse. Bundesdigitalminister Wildberger schickte seine Modernisierungsagenda in die Kabinettsklausur am Tegeler See. Bayern und Hessen wurden offiziell zu Pilotländern für Verwaltungsdigitalisierung. Und die Denkfabrik Agora Digitale Transformation legte eine Studie vor, die beschreibt, warum Bundesfördergelder digitale Projekte nicht nur nicht voranbringen, sondern manchmal aktiv blockieren. Ankündigen geht schnell. Liefern braucht Strategie, klare Zuständigkeiten und jemanden, der Verantwortung übernimmt, wenn die Schlagzeile schon wieder woanders ist.

An Worten mangelt es nicht. An Kriterien schon. – E-Government im August 2025.

Im August hat das BMDS einen Zeitplan für den Deutschland-Stack vorgelegt: fünf Missionen, erste Ergebnisse bis Ende 2025, abgeschlossen 2028. Die OSB Alliance und 59 Mitunterzeichner haben einen offenen Brief an BSI-Präsidentin Claudia Plattner verschickt. Botschaft: Digitale Souveränität ist möglich, man müsse sie nur wollen. Und das Kabinett hat das Vergabebeschleunigungsgesetz beschlossen. Drei starke Wörter dominierten den Sommer: „Souveränität." „Stack." „Beschleunigung." Alle drei haben dasselbe Problem: Sie kommen nicht in den Beschaffungskriterien an.

Zehn Jahre. Drei Gremien. Kein Durchgriff. Juli 2025 im E-Government-Rückblick.

Der Bundesrechnungshof hat dem Haushaltsausschuss des Bundestages Anfang Juli einen Bericht zur zentralen IT des Bundes (Tagesspiegel Background, Paywall) vorgelegt: zehn Jahre IT-Konsolidierung, drei parallele Gremien, Einstimmigkeitsprinzip in zwei davon, Parallelentwicklungen trotz Zentralstellenmandat. Gleichzeitig erscheint auf Golem eine nüchterne Analyse: Open Source hat im Bund keine Lobby . Und Microsoft sperrt das Konto eines LibreOffice-Entwicklers . Ohne Vorwarnung, ohne Erklärung. Das neue Digitalministerium verwaltet unterdessen Haushaltsmittel für Registermodernisierung, EUDI-Wallet, Deutschland-ID. Und erbt eine Entscheidungsarchitektur, die Entscheidungen systematisch verlangsamt.

Das Gegenbeispiel kommt aus Nürnberg. Juni 2025 im E-Government-Rückblick.

Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung startete seine ersten Wochen mit einem Kabinettsrang vor dem Verkehrsministerium, einem geliehenen Autohaus-Showroom als Besprechungsraum und drei Diensthandys für Staatssekretär Markus Richter – je eines aus dem Innen-, Verkehrs- und Finanzministerium. Mitte Juni veröffentlichte das Haus ein erstes Organigramm (Tagesspiegel Background, Paywall): „Version 0.1", so Richter intern, „eine Version, die uns zunächst Orientierung bietet." Kein eigener Etat für 2025, rund 500 Mitarbeitende formal noch bei ihren Herkunftshäusern. Gleichzeitig reservierte der Haushaltsentwurf 2025 1,6 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur für zentrale Digitalprojekte: 263 Millionen für die Registermodernisierung, 243 Millionen für das Bürgerkonto, 131 Millionen für die EUDI-Wallet.

Wildberger hat sechs Ministerien. Trump hat den Schlüssel zur Cloud. – Mai 2025 im E-Government-Rückblick.

Am 7. Mai 2025 vereidigt Bundeskanzler Friedrich Merz sein Kabinett. Das neue Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) unter Karsten Wildberger bündelt Kompetenzen aus sechs Ministerien : OZG, Staatsmodernisierung, IT-Beschaffung, das ITZBund, die strategische Vorausschau. Mehr stand noch nie unter einem digitalpolitischen Dach. In derselben Woche wird bekannt, dass Microsoft das E-Mail-Konto des Chefanklägers am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH), Karim Khan, gesperrt hat, weil die Trump-Regierung Sanktionen gegen ihn verhängt hatte ( Tagesspiegel Background, Paywall ).