Beratung für eine zukunftsfähige digitale Verwaltung
Ich berate auf beiden Seiten des Tisches: Auftraggeber, die Open Source und digitale Souveränität umsetzen wollen, und Anbieter, die im öffentlichen Markt wachsen wollen.
- Für Verwaltungen – Open-Source-Strategie, unabhängige Evaluation und Vergabe für Bund, Länder und Kommunen.
- Für öffentliche IT-Dienstleister – Open Source als Betriebsmodell, Portfolio-Strategie Souveränität, Ökosystem-Kooperationen.
- Für GovTech-Startups – Public-Sector-Readiness, Markteintritt, Vergabe und Konsortien.
- Für E-Government-Anbieter – Positionierung im Souveränitätsmarkt, Markteinstieg, Marktzugang.
- Für Investoren – kommerzielle Due Diligence, Markt- und Timing-Einschätzung, Portfolio-Support.
Meine Perspektive kommt nicht aus der Theorie, sondern aus über 200 Projekten und 16 Jahren als Unternehmer in genau diesem Markt. Ich kenne die Sprache der CIO-Ebene, die Logik des Vergaberechts und die Kultur der Open-Source-Communities gleichermaßen – und berate unabhängig, ohne eigenes Produkt- oder Lizenzinteresse.
Wenn Sie nicht sicher sind, wo Sie hingehören, oder Ihr Thema quer zu diesen fünf Seiten liegt: Schreiben Sie mir einfach, dann sortieren wir das gemeinsam.
Aktuelle Blogbeiträge
Halbfertig, aber teuer. Februar 2026 im E-Government-Rückblick.
481 Millionen Euro hat der Bund 2025 für Microsoft-Lizenzen gezahlt – gegenüber 74 Millionen 2017 ein Anstieg um 550 Prozent in acht Jahren. Die Zahl wurde im Februar öffentlich, aufbereitet von OSB Alliance , nachgereicht in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen. Die Computerwoche schreibt von „digitaler Geiselhaft" , heise von „Microsoft Dependency" . Die Empörung ist groß. Die Empörung ist auch alt. Die PwC-Studie für das BMI von 2019 hat das Abhängigkeitsproblem schon damals systematisch dokumentiert – mit klaren Handlungsoptionen. Der Bundesrechnungshof hat noch früher Open Source gefordert . Neu ist nicht der Befund. Neu ist, dass jetzt alle reagieren wollen – jeder für sich.
Souveränität ohne Definition. Januar 2026 im E-Government-Rückblick.
Der Januar war ein Souveränitäts-Monat. Hyperscaler taufen ihre Verwaltungsgeschäfte zum „Jahr der souveränen Clouds" (Tagesspiegel Background, Paywall) um. Microsoft, AWS und Google haben sortiert, wie sie ihre „Sovereign Cloud"-Linien an deutsche Behörden vermarkten. Daneben passiert tatsächlich etwas: Sozialversicherungsträger pilotieren openDesk als Notfallarbeitsplatz , Frankreich verlässt Microsoft Teams und Zoom zugunsten der eigenen LaSuite, der Berliner Senat verabschiedet am 14. Januar eine Open-Source-Strategie . Und der Bund unterzeichnet den NOOTS-Staatsvertrag , die Rechtsgrundlage für Once-Only.
500 Meinungen. Kein Fundament. - E-Government im Dezember 2025.
Der Dezember 2025 fühlte sich an wie ein Sprint auf eine Ziellinie, die noch niemand genau kennt. Die Ministerpräsidentenkonferenz beschloss eine föderale Modernisierungsagenda mit über 200 Maßnahmen. Der IT-Zustimmungsvorbehalt des Bundesdigitalministeriums trat in Kraft. Die Konsultation zum Deutschland-Stack endete mit 500 Stellungnahmen. Und Govtech Deutschland legte den Nachweis vor: Cloud-Register sind rechtlich zulässig. Klingt nach Bewegung. Klingt aber auch nach Nachholen. Als wollte man Versäumnisse von 2025 noch eben vor Weihnachten schließen.
Der Gipfel und die Milliarde - E-Government im November 2025.
Ich war in Berlin dabei. Der Summit on European Digital Sovereignty am EUREF-Campus, über 1.000 geladene Gäste, Merz und Macron Seite an Seite, Wildberger und EU-Kommissarin Virkkunen auf der Bühne. Große Bekenntnisse zur digitalen Unabhängigkeit Europas. Schöne Reden, großer Rummel. Die entscheidende Frage ließ sich auf der Bühne nicht beantworten: Was meinen wir eigentlich damit? Vor dem Gasometer stand ein Pavillon von Microsoft – Delos-Cloud. Auf der Bühne wurde Open Source mit keinem Wort erwähnt . Und als Vorzeige-Projekt für europäische KI-Souveränität präsentierten SAP und Mistral AI ihren geplanten „ersten vollständig souveränen KI-Stack Europas" – wobei Microsoft in Mistral investiert ist und seit Jahrzehnten SAPs zentraler Infrastrukturpartner ist. Bayern zahlte in diesem Monat eine Milliarde Euro an Microsoft . Und die europäische Open-Source-Industrie veröffentlichte die „Declaration of Digital Independence" – als direkte Reaktion auf das, was in Berlin gefeiert wurde.
Jeder weiß es. Keiner handelt. – E-Government im Oktober 2025.
Oktober 2025 war ein Monat mit zwei Gesichtern. Auf der einen Seite: Bekenntnisse, Dokumente, Websites und der wachsende Verdacht, dass das Wissen über Probleme und das Handeln dagegen zwei verschiedene Dinge sind. Auf der anderen: ein legislativer Meilenstein, auf den die Verwaltungsdigitalisierung lange gewartet hat. Deutschland-Stack: Wimmelbild mit Frühwert Mitte Oktober launcht das BMDS die neue Projekt-Website zum Deutschland-Stack und startet den Konsultationsprozess. Die Reaktion in der Community ist geteilt, und ehrlich.