Beratung für eine zukunftsfähige digitale Verwaltung
Ich berate auf beiden Seiten des Tisches: Auftraggeber, die Open Source und digitale Souveränität umsetzen wollen, und Anbieter, die im öffentlichen Markt wachsen wollen.
- Für Verwaltungen – Open-Source-Strategie, unabhängige Evaluation und Vergabe für Bund, Länder und Kommunen.
- Für öffentliche IT-Dienstleister – Open Source als Betriebsmodell, Portfolio-Strategie Souveränität, Ökosystem-Kooperationen.
- Für GovTech-Startups – Public-Sector-Readiness, Markteintritt, Vergabe und Konsortien.
- Für E-Government-Anbieter – Positionierung im Souveränitätsmarkt, Markteinstieg, Marktzugang.
- Für Investoren – kommerzielle Due Diligence, Markt- und Timing-Einschätzung, Portfolio-Support.
Meine Perspektive kommt nicht aus der Theorie, sondern aus über 200 Projekten und 16 Jahren als Unternehmer in genau diesem Markt. Ich kenne die Sprache der CIO-Ebene, die Logik des Vergaberechts und die Kultur der Open-Source-Communities gleichermaßen – und berate unabhängig, ohne eigenes Produkt- oder Lizenzinteresse.
Wenn Sie nicht sicher sind, wo Sie hingehören, oder Ihr Thema quer zu diesen fünf Seiten liegt: Schreiben Sie mir einfach, dann sortieren wir das gemeinsam.
Aktuelle Blogbeiträge
Pflicht von oben, Rechnung von unten. Juni 2026 im E-Government-Rückblick.
Der IT-Planungsrat hat im Juni geliefert, woran er sich jahrelang die Zähne ausgebissen hat. Bund und Länder haben am 17. Juni in Frankfurt beschlossen, dass fünf Komponenten des Deutschland-Stacks verpflichtend werden und der Bund Entwicklung und Betrieb finanziert ( IT-Planungsrat ). Staatssekretär Markus Richter, dieses Jahr Vorsitzender des Gremiums, sagt, der Stack nehme konkrete Formen an, Finanzierungs- und Umsetzungsfragen seien geklärt. Im selben Monat legt der Bundesrechnungshof einen Bericht vor, der zeigt, woran solche Beschlüsse sonst zerschellen. Und auf dem Zukunftskongress in Berlin wurde über all das geredet, als wäre Geld das kleinste Problem.
72 Stunden. Wie schnell uns KI abhängig macht – und was digitale Souveränität jetzt wirklich kostet
Am Freitag, den 12. Juni, um 17:21 Uhr Ostküstenzeit, bekam Anthropic einen Brief vom US-Handelsministerium. Unterzeichnet von Minister Howard Lutnick. Inhalt: Die beiden neuen KI-Modelle Fable 5 und Mythos 5 dürfen für niemanden ohne US-Staatsbürgerschaft mehr laufen, innerhalb wie außerhalb der USA. Weil das Unternehmen seine Nutzer nicht zuverlässig nach Pass sortieren kann, hat es beide Modelle kurzerhand für alle abgeschaltet. Auch für die eigenen Mitarbeitenden. ( heise online , the decoder )
Digitale Souveränität auf vier Stufen: Was CADA wirklich regelt - und zwei Stellen, an denen es noch nicht reicht
70 Prozent des europäischen Cloudmarkts liegen bei drei Unternehmen: Microsoft, Amazon Web Services und Google. Der Marktanteil europäischer Anbieter hat sich in weniger als zehn Jahren fast halbiert - von 29 Prozent im Jahr 2017 auf rund 15 Prozent heute. Gleichzeitig fließen jährlich schätzungsweise 264 Milliarden Euro aus dem EU-Wirtschaftsraum ab, während die Abhängigkeit von US-Infrastruktur wächst. Das ist der Kontext, in dem die EU-Kommission am 3. Juni 2026 ihr sogenanntes Tech Sovereignty Package vorgelegt hat. Kern des Pakets: der Cloud and AI Development Act - kurz CADA. Dazu kommen ein Chips Act 2.0, eine Energieroadmap und eine EU-weite Open-Source-Strategie.
Schleswig-Holstein macht es für drei Millionen. Mai 2026 im E-Government-Rückblick.
Ein Jahr Bundesdigitalministerium. Die Bilanz, die sich aus den Zahlen ergibt, ist ernüchternd: Die Länder haben Microsoft im Jahr 2025 rund 191 Millionen Euro überwiesen - 84 Prozent mehr als 2021. Der BMI-Rahmenvertrag liegt bei weiteren 481 Millionen Euro . Oracle kommt allein aus neun Ländern auf über 261 Millionen . Das sind keine Schätzungen. Das sind Zahlen aus parlamentarischen Anfragen. Gleichzeitig zeigt Schleswig-Holstein, was möglich ist, wenn man aufhört zu warten: Der Standardarbeitsplatz kostet dort heute drei Millionen Euro pro Jahr statt achtzehn. Nicht durch ein Sonderprogramm, nicht durch eine neue Behörde. Durch LibreOffice statt Microsoft Office.
Registermodernisierung in Deutschland: Warum 652 Millionen Euro pro Jahr nicht reichen und wo die wirklichen Kosten lauern.
Das Worst-Case-Szenario, das keines sein müsste Angenommen, der deutsche Staat schließt seine Register exakt so, wie sie heute sind, an das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) an. Keine Strukturreformen. Keine Konsolidierung. Keine Cloud-Migration. Einfach nur alte Systeme mit neuer Verkabelung verbinden. Was kostet das? Die Antwort steht in einer Studie der PD (Beratungsgesellschaft der öffentlichen Hand), die im April 2026 veröffentlicht wurde und das nachrechnet: 652,5 Millionen Euro pro Jahr. Über zehn Jahre: 8,5 Milliarden Euro. Und das ist die konservative Rechnung.